Woran zuerst denken?
Bei Eintritt eines Sterbefalls im Krankenhaus, Senioren- oder Pflegeheim
Das Personal ruft den Arzt, der den Totenschein ausstellt.
Bei Eintritt eines Sterbefalls zu Hause
Rufen Sie einen Arzt, damit dieser den Totenschein ausstellt.
Außerhalb der Praxiszeiten, an Wochenenden und Feiertagen
steht Ihnen hierfür der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der
Rufnummer 116 117 zur Verfügung.
Bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge
Sichern Sie die Unfallstelle ab. Leisten Sie Erste Hilfe, wenn Sie
sich dadurch nicht selbst in Gefahr bringen. Rufen Sie zuerst
die Polizei unter 110 sowie den Rettungsdienst unter 112 an.
Ihr Bestattungshaus in Solingen – 24/7 für Sie da
Rufen Sie uns an unter 0212 - 10 881.
Sie erreichen uns im Trauerfall rund um die Uhr – auch an Wochenenden und an Feiertagen. Wir besprechen in Ruhe mit Ihnen die nächsten Schritte.
Übrigens: Sie müssen keine Entscheidungen in Eile treffen. In NRW muss der Verstorbene spätestens 36 Stunden nach Eintritt des Todes überführt werden.
Wichtige Dokumente
Sollten Ihnen einzelne Dokumente nicht vorliegen, helfen wir Ihnen, diese zu besorgen.
Folgende Dokumente benötigen wir zuerst
- Todesbescheinigung des Verstorbenen
- Personalausweis des Verstorbenen
- Elektronische Gesundheitskarte/Chipkarte Krankenkasse
- Bei Ledigen: Geburtsurkunde
- Bei Verheirateten: Stamm- bzw. Familienbuch oder Heiratsurkunde
- Bei Geschiedenen: Stamm- bzw. Familienbuch und rechtskräftiges Scheidungsurteil
- Bei Verwitweten: Stamm- bzw. Familienbuch und Sterbeurkunde des Ehepartners
Ferner benötigen wir, falls vorhanden Vorsorgeverfügungen, die Graburkunde sowie Versicherungsunterlagen. Falls Ihnen Dokumente nicht vorliegen sollten, unterstützen wir Sie bei der Beantragung.
Bestattungskultur heute
Die Erd- und die Feuerbestattung sind traditionelle Beisetzungsformen. Im Rahmen der Feuerbestattung ergeben sich weitere Möglichkeiten für die letzte Reise, da die Urne auf unterschiedliche Weise beigesetzt werden kann.
Erdbestattung
Der Verstorbene wird im Sarg in einer Grabstätte auf dem Friedhof beigesetzt. Wahlgräber können mehrere Grabstellen enthalten. Sie haben die Möglichkeit, die Lage und die Größe zu bestimmen, sofern der Verstorbene keine Verfügungen hinterlassen hat. Auch die Ruhefrist kann verlängert werden. Reihengräber sind nur einstellig. Hier wird nach Ablauf der Ruhezeit das Grab aufgelöst und zu einem späteren Zeitpunkt neu belegt.
Feuerbestattung
Der Verstorbene wird im Sarg in einem Krematorium eingeäschert. Die Beisetzung der Asche auf dem Friedhof erfolgt in einer Aschekapsel mit Schmuckurne. Für Urnenbeisetzungen stehen ebenfalls Wahl- und Reihengräber zur Verfügung. Auf den meisten Friedhöfen gibt es außerdem anonyme Grabstätten. In der Regel findet hier die Beisetzung auf einer Rasenfläche statt – ohne individuelle Markierung der Grabstätte.
Seebestattung
Die Seebestattung gilt als Sonderform der Urnenbeisetzung: Eine See-Urne mit der Asche des Verstorbenen wird im Meer, außerhalb der Dreimeilenzone, versenkt. Diese Zeremonie wird von maritimen Ritualen begleitet. Seebestattungen können begleitet oder unbegleitet stattfinden. Für die Durchführung sorgt eine Seebestattungsreederei, die den Angehörigen im Anschluss eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzungsstelle aushändigt. In der Regel bieten die Reedereien auch Gedenkfahrten an.
Naturbestattung
Für viele ein Trost – die Baumbestattung: Dabei wird eine biologisch abbaubare Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Baumbestattungen sind im FriedWald oder im RuheForst möglich – jedoch inzwischen auch auf einigen traditionellen Friedhöfen. In unserer Region steht hierfür der Waldfriedhof Ohligs zur Verfügung. Eine Baumgemeinschaftsgrabanlage mit Wahl- und Reihengräbern für Urnen finden Sie auf dem Parkfriedhof Gräfrath.
In der Schweiz gibt es darüber hinaus weitere Formen für die Beisetzung der Asche – gern informieren wir Sie über die Besonderheiten.
Diamantbestattung
Der Verstorbene wird im Sarg in einer Grabstätte auf dem Friedhof beigesetzt. Wahlgräber können mehrere Grabstellen enthalten. Sie haben die Möglichkeit, die Lage und die Größe zu bestimmen, sofern der Verstorbene keine Verfügungen hinterlassen hat. Auch die Ruhefrist kann verlängert werden. Reihengräber sind nur einstellig. Hier wird nach Ablauf der Ruhezeit das Grab aufgelöst und zu einem späteren Zeitpunkt neu belegt.
Weitere Grabarten:
Das Kolumbarium (Feuerbestattung)
Ein Kolumbarium ist eine Urnenwand mit Nischen für die oberirdische Beisetzung von Urnen. In Solingen stehen auf den Städtischen Friedhöfen mehrere Urnenwände zur Verfügung, ein Grabpflegeaufwand für die Angehörigen entfällt.
Das Aschestreufeld (Feuerbestattung)
Auf dem Parkfriedhof Wuppertaler Straße (Gräfrath) befindet sich ein Aschestreufeld für die Verstreuung der Asche des Verstorbenen. Die Beisetzung kann mit Trauergästen stattfinden, eine individuelle Gestaltung der Grabstätte ist nicht möglich.
Das anonyme Reihengrab (Erd- und Feuerbestattung)
Eine weitläufige Rasenfläche nimmt die Urne oder den Sarg des Verstorbenen auf. Der Grabplatz wird nicht gekennzeichnet, nur die Friedhofsverwaltung kennt die genaue Stelle. Die Trauerverarbeitung kann dadurch erschwert werden, da ein räumlicher Bezugspunkt fehlt. Die Grabpflege übernimmt hier die Friedhofsverwaltung.
Besondere Grabfelder und Grabstätten
Die „Insel der Erinnerung“ auf dem Parkfriedhof Gräfrath steht für Sarg- und Urnenbeisetzungen zur Verfügung. Bei dieser ansprechend gestalteten Anlage wird die Grabpflege von den Friedhofsgärtnern übernommen.
Individuelle Abschiedsrituale
Konfessionelle und nicht-konfessionelle Beisetzungen unterscheiden sich bezüglich der Rituale. Je nach Region kann es außerdem Abweichungen geben. Unser Bestattungshaus ist offen für alle Konfessionen. Wir richten uns immer nach Ihren persönlichen Wünschen.
Katholische Bestattungen
Die katholische Bestattungszeremonie wird besonders von konfessionellen Ritualen geprägt.
Trauergottesdienst / Requiem (in der Kirche oder Kapelle)
- Begrüßung durch den Priester
- Gebete und Lesungen
- Predigt
- Fürbitten
- Eucharistiefeier (optional)
- Schlussgebet und Aussegnung
Beisetzung auf dem Friedhof
- Prozession zum Grab (oft mit Kreuz und Weihwasser)
- Segnung des Grabes
- Gebete am Grab (z. B. Vaterunser, Psalm, Fürbitten)
- Weihwasser und Weihrauch werden über den Sarg/die Urne gegeben
- Beisetzung von Sarg oder Urne
- Abschiedsritual: Erde, Blumen oder Weihwasser ins Grab
- Abschlusssegen
Nach der Bestattung (optional)
- Einladung zu einer Kaffeetafel
- Sechswochenamt
Evangelische Bestattungen
Die evangelische Bestattungszeremonie zeichnet sich durch konfessionelle Rituale aus, lässt aber auch Raum für freie Gestaltung.
Trauerfeier (in der Kirche, Kapelle oder direkt am Grab)
- Begrüßung durch den Pfarrer/die Pfarrerin
- Gebete, Lesungen aus der Bibel
- Predigt mit persönlichem Gedenken an die verstorbene Person
- Musik (Orgel, Gesang oder CD – je nach Wunsch)
- Vaterunser und Segen
Gang zum Grab / Beisetzung
- Prozession zum Grab (wenn vorher in Kirche/Kapelle)
- Bibelwort, Gebet und Segensworte am Grab
- Sarg oder Urne wird beigesetzt
- Angehörige dürfen Erde oder Blumen ins Grab geben (Ritual des Abschieds)
- Schlusssegen für die Trauergemeinde
Nach der Bestattung (optional)
- Einladung zur Kaffeetafel
- Gedenkgottesdienst, z. B. zum Jahrgedächtnis
Anders als in der katholischen Kirche gibt es keine Messe oder Eucharistie. Dafür stehen oft das persönliche Leben und Wirken des Verstorbenen im Mittelpunkt der Predigt.
Weltliche Bestattung
Die weltliche Bestattung ist in der Regel frei von religiösen Ritualen oder Gebeten – die Gestaltung ist frei und individuell. Das kann sich in der Musik, in der Dekoration, in der Rede oder in den Abläufen und Ritualen widerspiegeln. Im Mittelpunkt stehen das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen.
1. Trauerfeier (in einer Trauerhalle, am Grab oder in freier Natur)
- Begrüßung durch einen freien Trauerredner
- Persönliche Trauerrede mit Lebensrückblick, Anekdoten und Gedanken der Angehörigen
- Musikalische Beiträge (z. B. Lieblingslieder, klassische Stücke, Livemusik oder Aufnahmen)
- Gedenkmomente: Schweigeminute, Kerzenritual, Zitat oder Text
- Abschiedsworte durch Redner oder Angehörige
2. Beisetzung
- Begleitung zum Grab (falls nicht direkt an der Feierstelle)
- Sarg oder Urne wird beigesetzt
- Angehörige werfen Erde, Blumen oder kleine Gegenstände ins Grab
- Abschiedsworte oder Gedicht, ggf. mit Musik
- Kein religiöser Segen, aber auf Wunsch persönliche Wünsche oder stille Verabschiedung
3. Kaffeetafel / Zusammenkunft (optional)
- Gemeinsames Essen oder Kaffeetrinken nach der Beisetzung
- Gelegenheit zum Austausch, Kondolieren, Erinnern und Trostspenden
Die letzte Ruhestätte
Als Bestatter sind wir auf den Friedhöfen in Solingen und der Region fast täglich im Einsatz. Wir stellen wir Ihnen traditionelle und moderne Grabformen vor und informieren Sie über Gebühren und Besonderheiten. Darüber hinaus helfen wir Ihnen mit unseren Partnern bei allen Fragen rund um die Grabgestaltung und die Grabpflege weiter.